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Eine Hommage an Doc Martens

Schuhe waren eigentlich nie mein Problem – also zumindest nicht vor meinen beiden Kindern. Bevorzugt trug ich High Heels und konnte damit einen verdammt langen Arbeitstag ohne Schmerzen überstehen. Und in meinen besten Zeiten war ich dann noch die ganze Nacht tanzen im Volksgarten. Gut, ok, dass mit dem Tanzen durch die ganze Nacht kann eventuell schon länger her sein. Aber mein Schuhproblem begann mit meiner ersten Schwangerschaft. Das sagt einem nämlich niemand vorher – dass es sein kann, dass man Wassereinlagerungen hat. Was schon furchtbar klingt, war in meiner Schwangerschaftsrealität ein einziger Albtraum. Mal abgesehen davon, dass ich meine Zehen ab Woche 10 nur noch mit Mühe gesehen habe, war das was ich dann gesehen habe auch nicht unbedingt besser. Durch diese Wassereinlagerungen hatte ich nicht mal mehr Zehenzwischenräume. Nein, es war nur noch ein RIESIGER Fuss.
Somit sah ich mich schon nach kurzer Zeit gezwungen mir für die Zeit meiner Schwangerschaft neue Schuhe zu kaufen, denn alle Schuhe waren zu klein.

2 Jahre später habe ich noch immer die Schuhe aus meinen damaligen Kauf – in Verwendung – und dafür sonst kein Paar mehr von damals.
Denn – und auch das sagt niemand einem – es kann sein, dass du nach einer Schwangerschaft eine Schuhgröße mehr hast. Also bin ich von sehr süßen 38/39 (je nach Schnitt) auf 40! Das klingt schon groß. Aber Kleidergröße und Schuh haben sich hier wohl brüderlich verbunden, vielleicht damit die Relationen passen…. wobei ich bei der Kleidergröße echt noch an der Reduktion arbeite… aber das ist eine andere Geschichte.

Nun –  bei den Schuhen -dass darf ich ein Jahr nach der letzten Schwangerschaft sagen – da ändert sich nix mehr.
Also musste ich alle Schuhe neu kaufen. Man hat ja als Jungmutter ganz viel Zeit und Lust und Geld sich um die Basicausstattung der Füsse zu kümmern!
High-Heels kamen natürlich nicht mehr in Frage! Wackelig ging ich probeweise mal im Geschäft auf und ab. Sie sahen sehr nett aus, der Fuss schlank und rank – aber wann sollte ich die anziehen?? Bei langen Kinderwagenspaziergängen in Schönbrunn oder beim Herumtoben am Kinderspielplatz?
Außerdem ging bzw. geht der aktuelle Schuhtrend weg von Absatz hin zur Bequemlichkeit – Turnschuhe, Ballerinas, Flip Flops , ja selbst Birkenstocksandalen waren diesen Sommer „in“.
Ist ja auch ok – aber all das macht mich – aus meiner Sicht – fett.
Ich denke natürlich nicht, dass die Leute auf der Strasse stehen bleiben und mit dem Finger auf mich zeigen, wenn ich mal Turnschuhe anhabe… aber wohl fühle ich mich einfach auch nicht.

Meine Jahreszeiten – schuhtechnisch betrachtet – ist Herbst bis kühler Frühling. Früher waren es die High-Heel Stiefel, heute sind es coole Biker-Boots, die mein Herz höher schlagen lassen. Und eine kleine Auswahl an Boots habe ich jetzt auch schon in meiner neuer Schuhgröße erworben. Doch wenn man neue teure Bikerboots hat, dann tut es einem schon sehr leid, wenn diese am Spielplatz „eingesaut“ werden.

Aber Letztens als ich im Schuhgeschäft war entdeckte ich sie – die guten alten Doc Martens. Für mich war es, als ob ein Scheinwerfer auf die Schuhe geworfen wurde, alles um mich herum verblasste und ungläubig ging ich zum Schuhregal. Sofort kamen Jugenderinnerungen auf – mein erstes paar Doc Martens. Wie sehr hatte ich auf diese Schuhe gewartet. Wie sehr liebte ich sie jahrelang. Mit den Schuhen gehörte man in unserer Schule dazu – es war das Must-have – wie ein Eastpack Rucksack, ein Trasher Pulli oder Dickies Hosen (die übrigens auch gerade wieder modern werden).

Da standen sie also, die Doc Martens. Sie sehen aus wie damals – und das Wichtigste – sie sind bequem wie damals. Hineingeschlüpft. probiert, gekauft. Natürlich kosten sie auch heutzutage wieder ein kleines Vermögen – aber verdammt nochmal  ES SIND DOC MARTENS.

Anders als in den Tagen meiner Jugend erfreue ich daran, dass meine Doc Martens noch keinen Used Look haben und einfach echt cool aussehen. Man trägt sie aber natürlich noch immer offen und lässig. Die robuste Sohle ist perfekt für den Spielplatz und ohne Probleme kann man natürlich auch mit den Kindern mitklettern. Sie sind so gut wie unzerstörbar, schauen im used-look natürlich auch noch immer cool aus und sind praktischerweise auch noch Wasserabweisend. Außerdem schauen Doc Martens einfach zu jedem Outfit immer passen aus – egal ob Jean oder Rock.

Und somit gibt es ihn diesen Herbst dann doch noch – den Schuhtrend, dem auch ich nicht widerstehen kann.

 

xxx Cu euer Fräulein Wien

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