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Warum der Montag mein neuer Freitag ist.

Ich hätte es früher nicht geglaubt. Doch ich gehöre nun offiziell zu den Menschen, die sich freuen wenn die Ferien vorbei sind. Denn fragt man Jungeltern mit Kindergartenkindern – am besten das Elternteil in Karenz – dann ist der Montag der neue Freitag. Schon Sonntagabends freut man sich auf den nächsten Morgen, wenn die Kinder im Kindergarten sind und man endlich wieder Zeit hat. Es ist nicht viel Zeit, vielleicht nicht mal Zeit für einen selbst. Aber es kann auch erholsam sein, den Haushalt zu erledigen ohne ständig ein Kind „mithelfen“ zu lassen oder ein Kind am Arm zu haben. Im schlechtesten Fall ist ja manchmal beides gleichzeitig.

Natürlich liebt man seine Kinder und verbringt gerne Zeit mit ihnen, aber nach 14/14  (14 Tagen mit 14 Stunden) in den Ferien bei denen immer mindestens 1 Kind wach ist- da gab es vergangenen Montag schon einen kleinen Freudentanz vor dem Kindergarten.
Und ihr denkt jetzt sicher – ach die übertreibt, wie anstrengend kann das schon sein.
Ist doch schön mit den Kindern gemeinsam zuhause zu sein.
Und diese Frage stellt nur jemand, der keine Ahnung hat, was eine Karenzmama mit 2 kleinen Kinder zuhause so den ganzen Tag macht. Denn es ist schön, keine Frage. Aber es ist der anstrengendste Job, den ich jemals hatte.
Ich möchte erwähnen, dass meine Kinder 1 und 3 Jahre sind und Mr. D oft auch an den Wochenende oder den Ferien arbeitet. Da können die Tage besonders lang werden.
Hier ein kleiner Einblick in unseren Ferien- oder auch Wochenende-alltag.
Die Kleine steht gegen 6 Uhr auf, manchmal früher, niemals später!
Gegen 6:30/ 7 Uhr die Große. Die Kleine frühstückt (mit 2 Meter Radius rund um den Tisch), die Große bekommt erst Hunger, wenn wir das Haus verlassen (direkt nach dem Aussteigen aus dem Lift) .

Nach dem Frühstück startet dann Zähneputzen (stellt euch lautes Geschrei vor), Waschen, Anziehen (wir schreien noch immer oder schon wieder)
Also all die Dinge die Kinder besonders gerne machen.

An diesem Punkt ist es 8 Uhr und ich bin zum ersten Mal müde.
Kind 1 wird gerade sauber und muss sehr oft aufs Klo. Kind 2 findet dort natürlich alles interessant. So sitz ich da oft Minutenlang (Mama warte noch, Gacki kommt) und versuche Kind 2 in Schach zu halten (Klorolle abrollen, abrollen, abrollen….nicht die Klobürste angreifen….).

Ich möchte jetzt mit den Kindern raus gehen, bevor es später Vormittag wird.
Ach warte – ich muss mich noch fertig machen. Meine größte Angst ist wirklich, dass ich mal im Pyjama rausgehe!!
Dann dran denken, für die Kinder was zum Trinken mitnehmen. Und was zum Essen. Soll ich ein Milchflasche mitnehmen? Wechselgewand? Brauch ich Geld? wo ist mein Handy?
Kind 2 wird als erstes angezogen und wartet im Kinderwagen (noch geht das glücklicherweise!) Kind 1 läuft mittlerweile unten rum nackt. Sie liebt es nackt zu sein. Da hab ich Glück, dass nur die Hose verschwunden ist. Wo ist die Hose vom Kind nur? Wo ist mein Handy? Gut,  Kind 1 ist wieder angezogen, also unten rum. So ab in den Skianzug …
NEEEEEIIIIINNNNNNN… kein Skianzug.
Es ist aber kalt draußen.
NEEEIIINNNNN
Wenn du den Skianzug anziehst, darfst du mit dem Fahrrad fahren.
(Erziehungstechnisch ganz falsch… jaja, weiß ich eh)
O.k., Mama.
Gut – hier noch dein Schal
NEEEIIIIN nicht der Schal
Ich erläutere die Szene nicht weiter, sie läuft immer nach dem gleichen Schema, aber schlussendlich hat sie dennoch Schal, Mütze, Helm, Handschuhe an und ich bin total verschwitzt. (Ich habe noch keinen Schritt vor die Türe gemacht).
Das Handy ist zwischenzeitlich auch aufgetaucht , also kann der Ausflug starten –
entweder in den Zoo, ins technische Museum, auf den Spielplatz, wie es uns freut.
2-3 Stunden später, meist am Heimweg schläft die Kleine ein.
Heimkommen. Vorsichtig die Kleine ausziehen und ins Bett legen. Wie ein rohes Ei.
Meistens wacht das rohe Ei auf, manchmal hab ich Glück und sie schläft weiter.

Ich mach dann das Mittagessen, was die Große natürlich nicht isst, weil sie beim Ausflug die ganze Jause gegessen hat. (Weil kein Frühstück )
Gegen 13 Uhr spätestens wacht die Kleine auf. Die hat immer großen Hunger – also essen wir nun doch Mittag. Ich erinnere: 2 Meter Radius um den Tisch. Dann spielen die Kinder gemeinsam. In der Zeit wird der Essbereich mal wieder sauber gemacht. Der Geschirrspüler aus- und eingeräumt, Die Wäsche abgenommen und aufgehangen.
Mit viel Glück schaffe ich es, dass auch die Große ein Mittagsschlaferl macht. Das ist für alle besser, denn ansonsten ist sie ab 16/17 Uhr unausstehlich.
Je nachdem unternehmen wir am Nachmittag noch eine Kleinigkeit. Gegen halb 6 gibt es Abendessen. Um halb 7 gehen wir baden. Gegen 7 wird die Kleine Bett-fertig gemacht. Gegen halb 8 die Große.

Sollte Mr. D noch arbeiten, dann darf die Große ein wenig fernsehen, wenn ich die Kleine ins Bett bringe. Gegen 20 Uhr starten wir auch damit, die Große in Richtung Bett zu bringen. Zum Einschlafen muss immer jemand bei ihr sein.
Zwar frage ich immer hoffnungsvoll, ob Mr. D oder ich – aber wenn sie die Wahl hat, dann darf ich sie ins Bett bringen. Also in der momentanen Phase. Das ändert sich natürlich auch von Zeit zu Zeit.

Wenn ich nicht total müde gleich neben der Großen im Stockbett einschlafe, so komme ich gegen 21 Uhr zu Mr. D auf die Couch. Überlege zu was ich mich noch motivieren könnte:
– Ein Blogeintrag wäre wieder notwendig – zu müde
– Mails beantworten – zu müde
– einen Film schauen – zu müde (außerdem schaut Mr. D schon seit 30 Minuten)
– ein Buch lesen…

Schlussendlich surfte ich nur durchs Netz. Ich schaffe es gerade noch, den einen oder anderen Blogbeitrag von anderen Mamas zu lesen und frage mich insgeheim, wie die das so machen.
Diese tollen Beiträge, mit den tollen Tipps und tollen Fotos…
Aber das kläre ich an einem anderen Abend.
Alles Liebe, xxx euer Fräulein Wien

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