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Mit den Öffis unterwegs: Diese 4 Dinge nerven alle Mamas!

Letzte Woche habe ich mit einer Freundin über Alltagsprobleme mit Kindern gesprochen. Also abgesehen von den kleinen alltäglichen Problemchen im gewohnten Umfeld, hat sich meine Freundin darüber beklagt, dass vor allem Wege mit Kind und Kinderwagen mit den öffentlichen Verkehrsmittel, oft sehr aufreibend sind. Also für sie aufreibend, die Kinder finden U-Bahn fahren ja immer sehr spannend!

Ich habe jetzt eine Zeit lang über ihre Worte und ihre Erlebnisse nachgedacht und ja, sie hat recht. Wien – das geballte Zentrum der Schlechtgelaunten, als Mutter mit Kind und Kinderwagen in den Öffis – da darf man nicht zipperlich sein. Aber es gibt 4 Dinge, die besonders Nervenaufreibend sind:

Alte Strassenbahnen: 
Alle Mütter hassen die „alten“ Strassenbahnen und viele lassen auch diese Garnituren wegfahren und hoffen darauf, dass die Nächste eine Niederflurstrassenbahn ist. Mir selbst ist es einmal passiert, dass ich auf dem Hinweg 25 Minuten und auf dem Rückweg 30 Minuten auf eine Niederflurstrassenbahn warten musste. Etwas ärgerlich war es, da die „alten“ Strassenbahnen im 5-7 Minuten Takt fuhren. Man kann doch Niederflur und die hohen Strassenbahngarnituren abwechselnd fahren lassen, oder? Ich habe dies auch den Wr. Linien geschrieben:

Faktencheck hierzu: Die Wiener Linien sind bemüht, hier die Intervalle der Niederflurwägen gering zu halten. Dennoch – falls es mal länger dauert: Der Fahrer ist dazu verpflichtet (!) euch beim Ein- und Aussteigen behilflich zu sein. Wusste ich beispielsweise nicht und ich finde das ziemlich nett.
Aber will man wirklich, dass der Fahrer wegen dir jedes Mal aufstehen muss? Da bin ich zu zart besaitet – das wäre mir unangenehm und schon 3 Stationen bevor ich aussteige, wäre ich nervös geworden, dass ich ihn gleich nochmals stören muss.
Aber somit darf man zukünftig nicht meckern . Und außerdem, dass muss ich an dieser Stelle schon anmerken, dass ist meine einzige Erinnerung an eine lange Wartezeit!!

Die Heimfahrt:
Lieber Berufstätige, lassen sie sich gesagt sein: Wir Mütter versuchen so gut es geht den Berufsverkehr zu vermeiden. Vor allem wenn wir in Karenz sind, starten wir eh erst gegen 9 los. Dennoch, die Heimfahrt – es ist unvermeidbar – ist einfach oft zwischen 16 und 18 Uhr. Wir Mütter wissen, dass sie wahrscheinlich müde sind und heim wollen. Wir wissen auch, dass unser vielleicht weinendes Kind sie nervt – aber seien sie beruhigt – uns nervt es auch. Und wir haben das weinende Kind auch noch nachdem wir ausgestiegen sind! Und bitte, ersparen sie uns alle das Augenrollen  – wir sehen es und wir werden dadurch echt sauer. Also: Durchatmen und hoffen, dass nicht der Biermann auch noch kommt….

Die Liftdrängler: 
Wer von den Leuten da draußen kennt die Positionen aller Lifte in den U-Bahn Stationen und hat keine Kinder? Sicher nicht viele. Also ich kannte (bevor ich Mama wurde) keinen einzigen Lift. Nicht, dass es diese nicht gegeben hätte, aber diese waren nie in meinem Wahrnehmungsbereich. Es gibt in fast jeder U-Bahnsstation eine Rolltreppe. Also das Work-Out hält sich auch ohne Lift-Nutzung sehr in Grenzen. Aber es treibt mich fast in den Wahnsinn, wie das Verhalten bei manchen Stationen rund um den Lift ist. Wer noch nicht dort war – sehr empfehlenswert zur Studie: Wie verhalten sich Wiener beim Lift – die Philiadelphiabrücke. Hier gibt es 2 Stockwerke (Achtung 2 nicht 20!!) zu meistern. Alles ist mit Rolltreppen erreichbar. Dennoch – beim Lift sammeln sich Trauben von Menschen. Und das wirklich nervenaufreibende, pulshochtreibende: Der Lift geht von 2 Seiten auf. Da heißt es: Der Schneller gewinnt. Ich stehe oft nur Kopfschüttelnd davor, was für Leute sich in den Lift drängen und es den Personen streitig machen, die  darauf angewiesen sind. Und warum? Um 5 Meter weniger zu gehen, denn schneller ist man mit  dem Lift im Normalfall nicht 🙂
Übrigens: Natürlich habe ich auch schon mal was gesagt. Meine Lieblingsantwort „Ich habe für den Fahrschein genausoviel bezahlt wie Sie!!“ Tja, wo der Herr recht hat, hat er recht.

Passend zum Thema Lift: Kaputte Lifte.
Eines der ärgerlichsten Dinge: Ein kaputter Lift – und bestimmt immer der in deine Richtung. Anfänglich hatte ich das als wahrliches Problem gesehen. Was sollte ich tun? Zur nächsten U-Bahn Station gehen? Denn – soviel weißt du als Wiener – es wird dich Niemand fragen, ob du Hilfe brauchst. Also, naja vielleicht schon, wenn du weinend neben der Treppe stehst und schlurchzst, was du tun sollst….. aber soll es so weit kommen??
Nein, was mich kaputte Lifte über Wiener wirklich lernen haben lassen:
All das Gegrantel und böse Geschau – da muss man drüber stehen. Ich gehe zu den Leuten hin und frage, ob mir wer hilft. Und ratet mal: Noch niemals hat jemand nein gesagt.

Mein Fazit: Für ein paar Dingen braucht man leider einfach eine dicke Haut:
In die Bahn noch reindrängen, auch wenn Keiner Platz macht.
Den Jugendlichen aufscheuchen, damit sich deine 3 jährige hinsetzen kann.
Die Kinderwagen-Tussi von dir ignoriert, die sich noch schnell vor dir in Position bringt, um ja schneller am Lift zu sein.

Aber abschließend 2 Dinge dazu: Die öffentlichen Verkehrsmittel versuchen wirklich viel dazu beizutragen, dass du als Mama mit Kinderwagen überall hinkommst. Und brauchst du dennoch mal Hilfe, muss man die Wiener einfach nur fragen. Dann hilft einem auch (fast) immer wer.
Und sollte es doch mal eine Person geben, die den Bogen überspannt – hier ein sehr hilfreicher Trick: Ich spreche dann immer in sehr gut hörbarer Mama-Stimme mit meinen Kindern und erkläre, warum das Verhalten von Person XY besonders schlecht war und man sich darüber aber nicht ärgern soll.
Da traut sich dann übrigens auch niemand was sagen 🙂

Also durchatmen und Chillen,

euer Fräulein Wien

 

 

Fotocredits: Chris Neuwirther
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